Die jüdische Gemeinde in Düsseldorf zählt etwa 7400 Mitglieder und ist damit die drittgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland. Die meisten der in Düsseldorf lebenden Juden stammen aus der früheren Sowjetunion. Die Neue Synagoge Düsseldorfs wurde 1958 eingeweiht. Sie liegt in der Zietenstrasse im Düsseldorfer Stadtteil Golzheim. Die Neue Synagoge ersetzte nach dem 2. Weltkrieg die alte Synagoge in der Kasernenstrasse, die in der Reichsprogromnacht 1938 völlig zerstört wurde.
Geschichte der Synagogen Düsseldorfs
Die erste Synagoge in Düsseldorf wurde 1712 von einem Vorfahren Heinrich Heines errichtet. Im Jahr 1792 kam eine weitere Synagoge an der späteren Kasernenstrasse hinzu. Diese musste wegen der ständig wachsenden jüdischen Gemeinde mehrfach erweitert werden. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie so groß, dass sie über 1000 Männern und Frauen Platz bot. Daneben hatten mehrere jüdische Gemeinschaften aus zum Beispiel Israel oder Osteuropa in verschiedenen Stadtteilen Düsseldorfs ihre eigenen Betsäle. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 in Deutschland flüchteten viele Düsseldorfer Juden ins Ausland. Etwa 1800 der 5000 Gemeindemitglieder wurden von den Nationalsozialisten ermordet. In der Reichsprogromnacht wurde die Synagoge in der Kasernenstrasse zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg trafen sich die Düsseldorfer Juden zunächst im Großen Sitzungssaal des Oberlandesgerichts in Düsseldorf zum Gebet. Im Jahr 1948 bekam die Gemeinde einen Betsaal in der Arnoldstasse. Dort trafen sie sich, bis 1958 die Neue Synagoge in der Zietenstrasse eröffnet wurde.
Die Neue Synagoge
Die Neue Synagoge stammt von dem Frankfurter Architekten Hermann Zvi Guttmann, der dieses Gebäude ovalförmig aus Natursteinplatten erbaut wurde. Ihr Dach besteht aus einer Kupferhaube. Die Innenwände der Synagoge sind geschwungen und mit großen Fenstern versehen. Das anschließende Gemeindezentrum wurde 2009 und 2010 umfassend renoviert und erweitert. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz der jüdischen Gemeinde: http://www.jgd.de/.












